Das Pfadiheim Buech verwandelt sich

Pfadiheim Buech

Nach dem Kauf des Pfadiheims Buech sind nun die längst überfälligen Arbeiten am alten Haus und der Umgebung in vollem Gange. Möglich wird das durch viel Eigenleistung der Pfadis und der grosszügigen Unterstützung des lokalen Gewerbes.

 

Seit etwa einem halben Jahr kann die Pfadi Meilen-Herrliberg das Pfadiheim Buech ihr eigen nennen. Und bereits jetzt sind Haus und Umgebung kaum wiederzuerkennen: Die Umbau- und Renovationsarbeiten haben kurz nach dem Kauf begonnen, und nehmen jetzt langsam unter Leitung des Architekten Fredi Meier Form an. Ab Februar konnten sämtliche Fenster des Wohnteils etappenweise ersetzt werden, was den Schallschutz und die Wärmeeffizienz des Hauses beträchtlich steigert. Ebenso wurden die Fensterläden ersetzt sowie neue Betten und Gestelle eingebaut. Das Pfadiheim verfügt jetzt auch über neue Duschkabinen, welche die vormals grossen Nasszellen in einzelne, voneinander getrennte Duschen aufteilen. Für diese Arbeiten waren nicht nur die Pfadis, sondern insbesondere auch die Schreiner der Sennhauser AG aus Meilen im Einsatz. Das Malergeschäft Hintermann hat die Fassaden gestrichen und teilweise neu verputzt, sodass das Haus auch äusserlich in einem neuen Glanz erstrahlt. Die Bauunternehmung von Christian Barth kümmerte sich um die Ergänzung des Hausfundaments und erledigte weitere Mauerwerksarbeiten. Die Parkettböden im Inneren wurden von Werner Bischof Parkettarbeiten abgeschliffen und neu versiegelt.

 

In den vergangenen vier Wochen konnte ausserdem eine Sandstein-Arena im Aussenbereich inklusive Feuerstelle erstellt werden. Diese Arbeiten, wie auch die Geländeanpassungen für den neuen Wendebereich mit behindertengerechtem Parkplatz und Zugang im nördlichen Teil der Liegenschaft wurden von der Firma Schneider Umweltservice AG und durch ihren Mitarbeiter «Bagger-Kari» ausgeführt. Insgesamt wurden 55 Tonnen Sandstein verbaut. Die Wiese mit der Lagerfeuerarena vor dem Haus wirkt jetzt deutlich grösser und bietet optimal Platz für Pfadi-Spiele und andere Aktivitäten. Für die Wege und Kiesplätze lieferte die Firma Hagedorn aus Meilen Kalksteinschotter. So viel schweres Material muss natürlich auch getragen werden, deshalb hiess es auch für die Pfadis anpacken und Steine schleppen sowie Split und Humus in den Schubkarren transportieren und verbauen. Ergänzend übernahmen die Pfadis die Pflästerung der neuen Wege. Insgesamt haben die Pfadis, Pios und ihre Leiter bisher rund 550 Stunden an Eigenleistung erbracht. Dazu gehörten auch die Baureinigung und andere Vorbereitungsarbeiten wie Abbruch und Rodung sowie Holzwurmbehandlung, Malerarbeiten an der Fassade und in der Küche, Verlege- und Umgebungsarbeiten. Auch wurden zahlreiche Leerrohre für die Beleuchtung der neuen Zugänge, der Aussentreppe und der rollstuhltauglichen Rampe im Garten durch die Pfadis verlegt und Betonsockel für die Lampen gegossen. Vergangene Woche haben nun die Mitarbeiter von Heeb und Enzler AG, Küsnacht die neuen Lampen installiert. Neue Vorhänge wurden gemeinsam mit der Frei AG für Innendekoration genäht und im Haus montiert. Frei Metallbau aus Herrliberg liefert die neuen Absturzsicherungen für die Fenster und konstruiert einen Galgengrill für die Feuerstelle. Der Rost soll einen Durchmesser von 1,2 Meter haben. Neben der neuen Feuerstelle der Buech findet zudem noch ein elf Meter langer Balken ein neues Zuhause, der zuvor während Jahren hinter dem Restaurant Löwen in Meilen gestanden hatte. Die Biorana GmbH von Felix Meier sorgt für die Erneuerung der Zugangstreppe und eines kleinen Sitzplatzes sowie für die Bepflanzung der Umgebung.

 

Die Kosten der aktuellen Etappe belaufen sich auf zirka 260'000 Franken, die dank Spenden, einem gewaltigen Beitrag von Swiss-Los und der Unterstützung der Gemeinden Meilen und Herrliberg finanziert werden konnten. Mit Sachspenden, grossen Preisnachlässe und mit grosszügigem Sponsoring unterstützen die ausführenden Firmen die Pfadis bei den Sanierungs- und Umgestaltungsarbeiten.

 

Für die Pfadis bedeuten all diese Arbeiten an ihrem Haus zwar viel Aufwand und unzählige Stunden Freiwilligenarbeit, aber auch eine deutliche Aufwertung ihres Pfadiheims. «Wir finden es toll, an dem Projekt mitzuhelfen», sagt Abteilungsleiter Valentin Wohlgemuth mit Pfadinamen Jojo. «Für uns Pfadis ist es enorm wichtig, ein Haus zu haben, das unseren Bedürfnissen entspricht und in dem wir uns verwirklichen können.» Auch Präsident Alain Chervet freut sich über die vielen Veränderungen. «Die Buech eignet sich jetzt viel besser für das Durchführen von Pfadilagern, bzw. Schullagern und der Aussenbereich bietet mehr Platz für Spiel und Spass im geschützten Rahmen.» Für die kommenden Jahre stehen aber noch weitere Sanierungsarbeiten an. Der Dachstuhl des Wohnteils ist in einem schlechteren Zustand als erwartet, weshalb die Renovation viel Zeit in Anspruch nehmen wird. Weitere geplante Arbeiten beinhalten die Dachsanierung mit einer zeitgemässen Isolation, die Renovation des grossen Schlafraums, die Erneuerung der Küchentechnik und weitere Anpassungen an Heizungs- und Elektroinstallation. Die umfassende Isolation des Hauses ermöglicht später wohl auch die Umstellung der Heizung auf eine Wärmepumpe. Die Pfadis sollen zudem die Restauration und Bemalung des getäferten Essraums übernehmen. Die zusätzlichen Kosten für diese Arbeiten werden sich auf weitere 200’000 Franken bis 300'000 Franken belaufen. «Deshalb sind wir nach wie vor auf Spenden und Zuwendungen angewiesen, um den Erhalt der Buech längerfristig sicherzustellen», sagt Präsident Alain Chervet. Eins ist sicher: Der Aufwand wird sich lohnen. 

Auch für die Ausführung der anstehenden Renovationsarbeiten ist die Stiftung Pfadiheim Buech weiterhin auf Spenden angewiesen.